Herausforderungen Fachkraft für Arbeitssicherheit und ihre neuen Rollen: von der technischen Expertin zum Gestalter einer ganzheitlichen Präventionskultur in der digitalen Arbeitswelt.
Herausforderungen Fachkraft für Arbeitssicherheit: Warum klassische Arbeitssicherheit nicht mehr reicht und welche Kompetenzen jetzt zählen.
Die neue Arbeitswelt stellt Fachkräfte für Arbeitssicherheit (SiFa) vor vielfältige Herausforderungen, die weit über klassische technische Fragestellungen hinausgehen. Digitalisierung, flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice und Remote Work, demografischer Wandel, kulturelle Zusammenarbeit, steigende psychosoziale Belastungen sowie der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) prägen die betriebliche Realität.
Die SiFa ist heute nicht mehr nur Prüfer und Experte für Vorschriften, sondern entwickelt sich zunehmend zum Generalisten und Manager für Sicherheit und Gesundheit. Sie berät den Arbeitgeber umfassend und unterstützt ihn dabei, Sicherheit und Gesundheitsschutz als integralen Bestandteil aller betrieblichen Prozesse und Strukturen zu verankern. Dabei muss sie dynamisch auf technische und organisatorische Veränderungen reagieren und den Arbeitsschutz fortlaufend an neue Anforderungen anpassen.
Unternehmenskultur als zentrale Herausforderung, Fachkraft für Arbeitssicherheit
Ein zentraler Aspekt ist die Unternehmenskultur: Arbeitssicherheit muss als Wert im Unternehmen verankert werden, um seine vollständige Wirksamkeit zu entfalten. Die SiFa hat die Aufgabe, durch Kommunikation und Überzeugungsarbeit den Kulturwandel aktiv mitzubegleiten und Verantwortung auf allen Ebenen zu fördern. Arbeitsschutz ist dabei nicht auf technische Maßnahmen beschränkt, sondern umfasst auch psychische und soziale Aspekte. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit muss daher Kompetenzen in Kommunikation, Führung und Teamarbeit entwickeln und interdisziplinär mit Betriebsärzten, Gesundheitsmanagern und weiteren Experten zusammenarbeiten.
Arbeitssicherheit und der Umgang mit KI
Mit dem Einzug von KI in betriebliche Prozesse entstehen neue Chancen und Risiken. Die SiFa muss sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und spezifischen Gefährdungen durch KI-Systeme auseinandersetzen und die Einführung und Nutzung von KI begleiten. Gleichzeitig kann KI genutzt werden, um Präventionsmaßnahmen und Schulungen individueller und wirksamer zu gestalten.
Offenheit und Neugier sind daher zentrale Eigenschaften, die eine SiFa haben sollte. Lebenslanges Lernen und kontinuierliche Weiterbildung sind zudem unerlässlich, um den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden.
So trägt die SiFa maßgeblich dazu bei, die Arbeitsqualität und die Gesundheit der Beschäftigten langfristig zu sichern und den Unternehmenserfolg im Wandel der Arbeitswelt zu unterstützen.

Auch bei der Gefährdungsbeurteilung bedarf es eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, erfahren Sie hier mehr zu dem Thema.
Für mehr Informationen, was ein Arbeitsschutzexperte für Sie und Ihren Betrieb tun kann, können Sie mehr auf der Website Arbeitsschutz 4.0 erfahren.






